Tauchkalender: Beste Reisezeit zum Tauchen nach Monat

Wann ist eigentlich die beste Zeit für Tauchferien? Die Antwort lautet: immer!

Unter Wasser folgt die Natur ihrem eigenen Kalender. Wetter, Sichtweiten, Strömungen und die Chancen auf besondere Tierbegegnungen ändern sich je nach Destination und Monat. Während an einem Ort die Walhaie eintreffen, ziehen andernorts Buckelwale vorbei oder Mantas versammeln sich an ihren Putzerstationen.

Unser Tauchkalender stellt dir für jeden Monat drei bis vier Reiseziele mit ihren besonderen Highlights vor – ob Grossfisch, Makro, Wale oder spektakuläre Korallenriffe. So findest du das ganze Jahr über die passende Destination für deine nächsten Tauch- oder Schnorchelferien.

Tauchen im Januar: Malediven, Leyte und Truk Lagoon

Der Januar eignet sich ideal für Tauchferien auf den Malediven, wo der Nordostmonsun meist trockenes Wetter, gute Sichtweiten und angenehm warme Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln bringt. Auf der philippinischen Insel Leyte steht von Dezember bis Mai die Walhaisaison im Mittelpunkt – beste Voraussetzungen für Begegnungen mit den sanften Riesen. Für Wrackfans ist der Januar die perfekte Zeit für Truk Lagoon in Mikronesien: In der geschützten Lagune liegen Dutzende Wracks der japanischen Flotte aus dem Zweiten Weltkrieg, und in der Hauptsaison sorgen ruhige See und oft hervorragende Sichtweiten für unvergessliche Tauchgänge. Damit bietet der Januar eine vielseitige Auswahl von tropischen Riffen über spektakuläre Grossfisch-Erlebnisse bis zu einzigartiger Geschichte unter Wasser.

Tauchen im Februar: Socorro, Silver Bank und Oman

Der Februar ist eine ausgezeichnete Zeit für Socorro und fällt mitten in die Hauptsaison. Neben Riesenmantas sind zu dieser Jahreszeit auch Buckelwale unterwegs; besonders die Monate Februar bis März gelten als wichtige Walmonate. Ein besonderes Highlight ist die Silver Bank in der Dominikanischen Republik: Von Januar bis April kommen Buckelwale zum Paaren, Kalben und Aufziehen ihrer Jungen in die warmen Gewässer, mit einem Schwerpunkt im Februar und März. Die abgelegene Region wird im Rahmen spezieller Expeditionen per Schiff besucht; die Begegnungen mit den Walen finden beim Schnorcheln statt. Auch der Süden des Oman rund um Salalah und Mirbat ist im Februar eine spannende Alternative mit artenreichen Riffen und wunderschönen Unterwasserlandschaften – und mit etwas Glück lassen sich vor der Küste sogar die seltenen Buckelwale des Arabischen Meeres beobachten. 

Tauchen im März: Visayas auf den Philippinen

Im März beginnt in den Visayas, dem Herzen der Philippinen, die beste Reisezeit, die bis Mai anhält. Rund um Bohol und Cabilao locken farbenprächtige Riffe und eindrucksvolle Steilwände. Vor Malapascua bei Cebu bieten sich frühmorgens Begegnungen mit Fuchshaien, die hier das ganze Jahr über an ihre Putzerstationen kommen. Negros und Siquijor begeistern besonders Makrofans: Von Februar bis Mai ist rund um Dauin Babyzeit – mit Sepien-Eiern, maulbrütenden Kardinalfischen, Geisterpfeifenfisch-Pärchen und ab März winzigen, farbenfrohen Anglerfisch-Jungtieren, die Unterwasserfotografen begeistern.

Tauchen im April: Nord-Sulawesi, Mauritius und in der Karibik

In Nord-Sulawesi beginnt im April die beste Reisezeit: Die Lembeh-Strasse gilt als eines der besten Makroreviere der Welt, während die Steilwände rund um Bunaken mit Schildkröten und Fischschwärmen begeistern. Auf Mauritius ist die Zyklonsaison vorbei, während das Wasser noch angenehm warm ist – ideal, um Riffe, Höhlen und Wracks zu erkunden und Tauchferien mit traumhaften Stränden zu verbinden. Eine Tauchsafari in der Karibik rund um St. Eustatius und Saba bietet zum Ende der Trockenzeit klare Gewässer, artenreiche Riffe, abwechslungsreiche Steilwände und Caves.

Tauchen im Mai: Palau, Papua-Neuguinea, Bali und Madeira

Palau bietet im Mai zum Ende der Trockenzeit ruhige Bedingungen, spektakuläre Steilwände, Strömungstauchgänge mit Haien und Mantas an den Putzerstationen im German Channel. Im Bismarck-Archipel von Papua-Neuguinea herrscht jetzt eine der besten Reisezeiten: Rund um Kavieng und in der Kimbe Bay erwarten dich ruhige See, gute Sichtweiten, intakte Riffe, Steilwände und Grossfisch. Auf Bali hat die die Trockenzeit bereits begonnen, noch bevor im Sommer der grosse Ferienandrang einsetzt – ideal, um die vielfältigen Tauchplätze von farbenreichen Korallen bis zu Makro-Hotspots in Ruhe zu entdecken. Madeira punktet mit klaren Atlantikgewässern, Felsformationen und abwechslungsreichen Riffen und begeistert über Wasser mit dem traditionellen Blumenfest und der blühenden Frühlingslandschaft der «Blumeninsel».

Tauchen im Juni: Sardine Run, Hanifaru Bay und Yukatan

Der Sardine Run in Südafrika zählt im Juni zu den spektakulärsten saisonalen Naturereignissen und zieht zahlreiche Raubfische, Delfine und Seevögel an. Auf den Malediven beginnt die Mantasaison in der Hanifaru Bay im Baa-Atoll: Bis November versammeln sich hier bei passenden Bedingungen grosse Gruppen von Mantas zum Fressen, mitunter begleitet von Walhaien – ein Naturschauspiel, das im geschützten Biosphärenreservat beim Schnorcheln erlebt wird. Auf der Halbinsel Yukatan in Mexiko startet die Walhai-Saison: Vor Isla Mujeres und Holbox lassen sich die sanften Riesen beim Schnorcheln erleben, während in den Cenoten die Sonnenstrahlen in den Sommermonaten mittags besonders eindrucksvoll ins kristallklare Süsswasser fallen.

Tauchen im Juli: Kap Verden, Galapagos, Tofo und Azoren

Der Juli ist eine besonders spannende Zeit für die Kap Verden: Unter Wasser warten vulkanische Landschaften, Wracks und Begegnungen mit Ammenhaien, während auf Boa Vista die Nistsaison der Unechten Karettschildkröten beginnt – eine der grössten Populationen weltweit. Auf Galapagos bringen der Südostpassat und der Humboldtstrom jetzt kühles, nährstoffreiches Wasser in das Archipel: Beim Tauchen lassen sich Seelöwen, Hammerhaischulen, Rochen und grosse Fischschwärme beobachten, und an Darwin und Wolf beginnt die Zeit der Walhaie. Wegen der kühlen Wassertemperaturen ist ein dicker Anzug empfehlenswert. Rund um Tofo in Mosambik läuft von Juni bis November die Buckelwal-Saison mit ihrem Höhepunkt im Juli und August. Auch die Azoren bieten im Sommer gute Voraussetzungen für Tauch- und Schnorchelferien sowie für Ausflüge zur Beobachtung von Walen und Delfinen.

Tauchen im August: Christmas Island, Französisch-Polynesien und Sansibar

Im August bietet Christmas Island während der Trockenzeit mit dem Südostpassat von Mai bis September gute Voraussetzungen für Tauchferien und Begegnungen mit einer aussergewöhnlichen Meeresfauna. Französisch-Polynesien befindet sich mitten in der Trockenzeit von Mai bis Oktober, und gleichzeitig sind Buckelwale in den Gewässern rund um die Inseln unterwegs – besonders Rurutu ist für Begegnungen mit den Walen beim Schnorcheln bekannt. Sansibar in Tansania lockt mit tropischen Riffen und einer spannenden Unterwasserwelt, die sich sehr gut mit einer Safari kombinieren lässt.

Tauchen im September: Cocos Island, Komodo und Fiji

Der September bietet auf Cocos Island hervorragende Chancen auf Begegnungen mit Haien: In der Saison von Mai bis Oktober ziehen hier besonders häufig grosse Hammerhai-Schulen vorbei, und die abgelegene Insel wird per Tauchsafari besucht. Komodo begeistert mit artenreichen Riffen, Grossfischen und spektakulären Strömungstauchgängen. Fiji, die «Welthauptstadt der Weichkorallen», zeigt sich in der Trockenzeit von seiner besten Seite und begeistert mit leuchtenden Korallengärten in der Somosomo-Strasse vor Taveuni und dem weitläufigen Great Astrolabe Reef rund um Kadavu, einem der grössten Barriereriffe der Welt.

Tauchen im Oktober: Alor, Salomonen und Seychellen

Alor in Indonesien zeigt sich im Oktober von seiner besten Seite: Bei kräftigen Strömungen und kühlerem Wasser stehen die Chancen auf Hammerhaie gut, zudem ziehen Wale und Delfine durch die Meerenge – zusätzlich zu intakten Riffen und grosser Artenvielfalt. Ein 5-mm-Anzug ist empfehlenswert. Die Salomonen bieten abgelegene Riffe, grosse Artenvielfalt und abwechslungsreiche Tauchplätze mit wenig besuchten Unterwasserlandschaften. Auf den Seychellen fällt der Oktober in die Übergangszeit zwischen den Monsunen, mit meist ruhiger See und besonders guter Sicht – ideal, um Granitfelsen, Korallenriffe und die vielfältige Unterwasserwelt beim Tauchen und Schnorcheln zu entdecken.

Tauchen im November: Raja Ampat, Ägypten und Kenia

Raja Ampat startet im November in die beste Reisezeit: Bei ruhiger See begeistert die Region mit der höchsten Riffvielfalt der Welt, unzähligen Fischarten, Mantas und guten Bedingungen für Tauchferien und Schnorchelausflüge. In Ägypten am Roten Meer ist jetzt die beste Zeit für Begegnungen mit dem Weissspitzen-Hochseehai: Auf Tauchsafaris zu den Brothers, nach Daedalus oder am Elphinstone Reef zeigen sich die eleganten Hochseejäger besonders häufig, während das Wasser noch angenehm warm ist und die Temperaturen an Land milder werden. Kenia lockt rund um Watamu mit einem geschützten Meeresnationalpark, tropischen Riffen, Meeresschildkröten und einer gelungenen Kombination aus Tauchferien und Safari an Land.

Tauchen im Dezember: Mafia Island, Thailand und ABC-Inseln

Im Dezember ist auf Mafia Island in Tansania Walhai-Saison: Die sanften Riesen lassen sich hier zwischen September und März beim Schnorcheln beobachten, während die Riffe im geschützten Meerespark bei bester Sicht zum Tauchen einladen. An der Westküste Thailands herrscht über Weihnachten und Neujahr Hochsaison: Rund um die Similan-Inseln, Khao Lak, Phuket, Krabi und Koh Lanta locken ruhige See, gute Sicht und farbenfrohe Riffe – wer über die Festtage reisen möchte, bucht am besten frühzeitig. Die ABC-Inseln mit Bonaire und Curaçao liegen ausserhalb des Hurrikangürtels und bieten das ganze Jahr über stabile Bedingungen, kristallklares Wasser und unzählige Tauchplätze, die sich bequem direkt vom Ufer aus erkunden lassen.


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